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Konkrete Umsetzungsbeispiele der Ernährungsstrategie

Zur Umsetzung der strategischen Eckpunkte bedarf es in Baden-Württemberg sich gegenseitig verstärkender Maßnahmen und vernetzter Strukturen für ein gemeinsames Vorgehen der Landesregierung. Der Statusbericht 2017 – 2019 stellt die Maßnahmen dar, die in den letzten zwei Jahren begonnen wurden. Weiterführende Links zu den jeweiligen Projekten und Kampagnen sind auch den Leitsätzen der Ernährungsstrategie zugeordnet.

1. Landeszentrum für Ernährung

Um alle Akteurinnen und Akteure im Land in den Bereichen Ernährungsbildung und -information sowie Gemeinschaftsverpflegung zu unterstützen, wurde 2019 an der Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL) in Schwäbisch Gmünd ein „Landeszentrum für Ernährung“ eingerichtet, das als landesweite Ansprechstelle die konzertierten Aktivitäten im Rahmen der Ernährungsstrategie im Land begleiten kann. Es gliedert sich in ein Kompetenzzentrum Ernährungsinformation und –bildung sowie ein Kompetenzzentrum Gemeinschaftsverpflegung.

Das „Landeszentrum für Ernährung“ kann sowohl im Bereich Ernährungsbildung als auch im Bereich Gemeinschaftsverpflegung mit Veranstaltungen, Vernetzungsplattformen, Fortbildungsveranstaltungen sowie Lehr- und Informationsmaterialien und einer ansprechenden Internetplattform wirksame Impulse setzen.

Landeszentrum für Ernährung

 

2. Ernährungszentren und Landratsämter

Die vier Ernährungszentren in Baden-Württemberg mit ihren Standorten in Ludwigsburg, Bruchsal, Offenburg und Bad Waldsee sind seit 20 Jahren etabliert, regional gut vernetzt und Innovationstreiber für das ganze Land und teilweise auch bundesweit. Vor sieben Jahren wurde zudem das "Forum ernähren, bewegen, bilden" in Breisach gegründet.

Die Ernährungszentren und das "Forum ernähren, bewegen, bilden" erarbeiten und erproben vor Ort innovative Konzepte an der Schnittstelle zwischen Landwirtschaft und Verbrauchern. Sie schärfen ihre Profile, fokussieren noch stärker auf die Zielgruppen der Multiplikatoren (Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Verantwortliche in Kommunen, in Verbänden und Vereinen) und intensivieren die Kooperation mit Institutionen und Organisationen vor Ort. In der Konzeption von Maßnahmen ist die Übertragbarkeit auf andere Landratsämter immer mit berücksichtigt.

Der Bereich Hauswirtschaft und Ernährung übernimmt hier seit jeher eine wichtige Rolle im Rahmen der Bildungs- und Beratungsarbeit in der Landwirtschaftsverwaltung. Ziel ist es, planvolles und nachhaltiges Wirtschaften, Vertrauen in Wissen um heimische Lebensmittel und vieles mehr zu vermitteln. Ökotrophologinnen, Ernährungswissenschaftlerinnen und Meisterinnen der Hauswirtschaft kümmern sich um diese Belange und sind beim Landratsamt verlässliche Ansprechpersonen für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Multiplikatoren, wie z. B. Lehrkräfte.

Ernährungszentren in Baden-Württemberg

Ansprechpartner/-innen an den Landratsämtern

 

3. Einbindung weiterer Akteure in die Ernährungsstrategie

Zentral für den weiteren Verlauf der Umsetzung der Ernährungsstrategie ist die Beteiligung aller Akteurinnen und Akteure in Baden-Württemberg am weiteren Prozess. Hierzu dient u.a. das neue Begegnungsformat „Schaufenster Ernährungsbildung“. Weiterhin sollen bereits bestehende Strukturen wie die Kommunalen Gesundheitskonferenzen in den Land- und Stadtkreisen sowie bürgerschaftlich getragene Initiativen wie beispielsweise Ernährungsräte genutzt werden. Eine enge Anbindung an die Arbeit des Nachhaltigkeitsbeirats des Landes wird angestrebt.

Ergebnisse „Schaufenster Ernährungsbildung 2018“

Veranstaltungsreihe "Schaufenster Ernährungsbildung 2020"

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