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"GUTES ESSEN IN DER SCHULE – Eine Herausforderung für Kommunen"


Rückblick auf die Tagung in Bad Herrenalb


„Die Erfahrungen, die Schülerinnen und Schüler mit dem Essen in der Schulmensa machen, begleiten sie ein Leben lang", sagte Friedlinde Gurr-Hirsch MdL. So leitete die Staatssekretärin des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die Tagung "GUTES ESSEN IN DER SCHULE - Eine Herausforderung für Kommunen" des Ministeriums und des Gemeindetags Baden-Württemberg am 5. September 2017 in Bad Herrenalb ein. Auch Norbert Mai, Bürgermeister der Kurstadt Bad Herrenalb, und Steffen Jäger vom Gemeindetag Baden-Württemberg unterstrichen die Bedeutung der Schulverpflegung in ihren Grußworten und betonten die Verantwortung der Kommunen in ihrer Funktion als Schulträger.

Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Kommunalverwaltung, Gemeinschaftsverpflegung und Ernährungsbildung erhielten in Vorträgen und Berichten aus der Praxis Informationen über die Herausforderungen und Chancen einer guten Schulverpflegung.

Neben der Betrachtung individueller Lösungen vor Ort rücken immer stärker auch Gesamtkonzepte und kommunale Ernährungssysteme in den Vordergrund. Barbara Degenhart von der Universität Freiburg berichtete vom Projekt KERNiG (Kommunale Ernährungssysteme als Schlüssel zu einer umfassen-integrativen Nachhaltigkeits-Governance). Dieses wird derzeit in den Modellkommunen Waldkirch im Breisgau und Leutkirch im Allgäu durchgeführt. Oberbürgermeister Roman Götzmann aus Waldkirch erläuterte die Vorgehensweise in seiner Stadt; hier werden über intensive Bürgerbeteiligung und die Erarbeitung gemeinsamer Konzepte auch die Anforderungen der Eltern und Schülerinnen und Schüler an die Schulverpflegung aufgegriffen. Timo Eckhardt präsentierte ergänzend die Organisation NAHhaft e.V., die sich u.a. mit der Einrichtung von Ernährungsräten auf kommunaler Ebene und der Bürgerbeteiligung befasst.

Isabell Hegyi, Referentin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, erläuterte das Pilotprojekt GROSSE KÜCHE - GUTES ESSEN und stellte die Ergebnisse dar. In allen teilnehmenden Pilotbetrieben leistete die Kommunikation zwischen den Akteuren einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Projektziele. Zur optimalen Gestaltung der Schulverpflegung für alle Beteiligten ist es hilfreich, dass Schulträger, Schulleitung, Caterer, pädagogisches Personal und die Schülerinnen und Schüler an einem Runden Tisch zusammenkommen und sich austauschen.

Bertold Kohm, Betriebsleiter der Servicegesellschaft Nordbaden in Wiesloch, und Markus Jüngert, Leiter des WMF-Betriebsrestaurants in Geislingen an der Steige, zogen ein positives Fazit aus dem Pilotprojekt. Sowohl die DGE- als auch die Bio-Zertifizierung lohnen sich. Zum einen werden dadurch interne Betriebsabläufe hinterfragt und optimiert, zum anderen werden die Zertifizierungen von den Gästen und Auftraggebern sehr positiv wahrgenommen.

Dr. Alexander Wirsig, Geschäftsführer der MBW Marketinggesellschaft, stellte Möglichkeiten dar, wie sich Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung mit einem Fokus auf regionale Produkte noch besser ausrichten können.

Corinna Grätsch von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg und Cornelia Gaster, Praxisbegleiterin Kita- und Schulverpflegung, erläuterten die umfangreichen Unterstützungsangebote für Schulen und Schulträger in allen Fragen zur Schulverpflegung. Neben individueller Beratung, Veranstaltungen und Netzwerktreffen stehen zahlreiche Materialien zur Verfügung.

Das Programm der Tagung finden Sie hier.

Die Ergebnisbroschüre zum Projekt GROSSE KÜCHE - GUTES ESSEN steht zum Download bereit.

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