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Regionale Schulverpflegung - Wie geht das?

Foto: MLR

Gemeinsame Veranstaltungsreihe des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, des Gemeindetags Baden-Württemberg und der Akademie Ländlicher Raum

Gemeinsam mit dem Gemeindetag Baden-Württemberg und der Akademie Ländlicher Raum veranstaltete das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg die Fachreihe „Regionale Schulverpflegung - Wie geht das?“. An vier Nachmittagen (23. April 2018 in Pforzheim, 7. Mai 2018 in Tauberbischofsheim, 11. Juni 2018 in Freiburg und 18. Juni in Biberach an der Riss) konnten sich Träger und Fachkräfte mit erfahrenen Expertinnen und Experten darüber austauschen, wie eine gute Schulverpflegung nach dem Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. mit frischen, möglichst ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus der Region zum nachhaltigen Erfolgsmodell für jede Schulmensa werden kann.

"Die Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche mit dem Essen in der Schulmensa machen, prägen ein Leben lang", sagte die Staatssekretärin des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL. Schülerinnen und Schüler sollten überall dort, wo sie leben und lernen, ausgewogene und frische Essensangebote nutzen können, die schmecken. Das sei eine Voraussetzung, für ein gesundes Essverhalten, für die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden. Gutes Schulessen punkte außerdem auch bei den Eltern und sei ein Markenzeichen für die Schulen.

So vielfältig die Chancen einer guten Schulverpflegung seien, so anspruchsvoll seien aber auch die Anforderungen an die Qualität und die Rahmenbedingungen. "Das Essen muss nicht nur gesund, frisch und abwechslungsreich sein, es muss bei den Schülerinnen und Schülern natürlich auch gut ankommen. Das gelingt am besten mit einer Mensa, die zum Entspannen und Wohlfühlen einlädt, mit frischen regionalen und ökologisch erzeugten Lebensmitteln und einem ausgewogenem Speisenplan nach dem Qualitätsstandard für die Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V.“, betonte die Staatssekretärin.

Der wissenschaftlich anerkannte DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung berücksichtige alle Anforderungen an ein gesundheitsförderliches Schulessen und sei die Basis des Ministeriums bei der Verankerung einer gesund erhaltenden und nachhaltigen Verpflegung in der Schule. "Er zeigt durch eine optimale Lebensmittelauswahl und deren Einsatz wie Speisen ausgewogen und gleichzeitig lecker sein können. Pizza und Döner gehören dabei genauso auf den Speiseplan wie frisches, knackiges Gemüse aus der Region. Produkte aus Baden-Württemberg stehen für Verlässlichkeit, Sicherheit und vor allem Ehrlichkeit!", erklärte Gurr-Hirsch. Durch den Einsatz frischer Bio-Lebensmittel aus der Region werde zudem eine hohe Nachhaltigkeit gewährleistet.

 

Vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote

"Wir möchten, dass alle Kinder und Jugendlichen in Baden-Württemberg von den Vorteilen eines DGE-zertifizierten Mensaangebots mit frischen und nachhaltig erzeugten Lebensmitteln aus der Region profitieren können", betonte die Staatssekretärin. Mit unserer Veranstaltungsreihe "Regionale Schulverpflegung - Wie geht das?" informieren wir deshalb Kommunen und Schulen, wie das gelingen kann. Im Modellprojekt "Schulverpflegung 2018" unterstützen wir Schulen dabei, den Qualitätsstandard in der Schulverpflegung erfolgreich umzusetzen und den Einsatz an regionalen und ökologisch erzeugten Lebensmitteln zu erhöhen", so die Staatssekretärin.

Um Ernährungsverhalten nachhaltig zu prägen, müsse gutes Schulessen aber auch Hand in Hand mit Ernährungsbildung einhergehen. Es müsse den Kindern und Jugendlichen daher auch Praxiswissen rund um Essen und Trinken, Lebensmittelzubereitung und -wertschätzung vermittelt werden. „Deshalb führen wir gemeinsam mit dem Kultusministerium Baden-Württemberg den Ernährungsführerschein für alle 3. Klassen ein“, so Gurr-Hirsch.

Corinna Grätsch von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg stellte den Qualitätsstandard für die Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. vor und zeigte, wie dieser in allen Schulküchen erfolgreich umgesetzt werden kann. Sie betonte, wie wichtig es sei, dass alle an der Schulverpflegung Beteiligten am Runden Tisch zusammen kämen - der Schulträger, die Schulleitung, die Lehrer-, Schüler- und Elternvertreter, das hauswirtschaftliche Personal und die Mensabetreiber. Neben den formalen Anforderungen hinge der Erfolg einer Schulmensa entscheidend von der Akzeptanz der Schülerinnen und Schüler ab. Dafür sei es wichtig, dass die Schulverpflegung im pädagogischen Konzept der Schule verankert sei und die Mensa als Lernort für Schülerinnen und Schüler fester Bestandteil des Schulalltags sei.

Margret Löhr gab den Teilnehmenden wertvolle Praxistipps und Handlungsempfehlungen mit auf den Weg, wie frische, regionale, wenn möglich ökologisch erzeugte Lebensmittel erfolgreich in der Schulküche zum Einsatz kommen können. Dabei konnte sie auf ihre jahrelange Erfahrung als Praxisbegleiterin Kita- und Schulverpflegung zurückgreifen.

Aus der Perspektive des Fachingenieurs und Praxisbegleiters für Kita- und Schulverpflegung Herrn Markus Beck vom Ingenieurbüro Beck in Wolfschlugen bekamen die Teilnehmenden Expertentipps für die erfolgreiche Planung einer Mensa. Dabei sei es wichtig, nicht nur die zahlreichen rechtlichen und baulichen Anforderungen zu beachten, sondern von Anfang an, die Zuständigkeitsbereiche klar zu definieren.

Weitere Informationen zum Thema Ernährung finden sich im Internet unter www.mlr-bw.de.

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