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10 Jahre BeKi-Zertifikat für Kindertageseinrichtungen

Essen und Trinken in der Kita ist ein wichtiges Handlungsfeld der frühkindlichen Bildung. Das wurde beim Jubiläum des BeKi-Zertifikats für Kitas schon dadurch deutlich, dass Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, gemeinsam mit Volker Schebesta MdL, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport die Fachveranstaltung eröffneten. Rund 100 Kita-Leitungen, Fachberatungen und Trägervertreter nutzen das Jubiläum zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch.

„Essen und Trinken ist ein Alltagsthema mit vielen Facetten. Mit dem BeKi-Zertifikat verdeutlichen die Kindertageseinrichtungen, dass ein ausgewogenes Speisenangebot und Genuss zusammengehören“, so die Staatssekretärin. Staatssekretär Schebesta betonte, dass Essen und Trinken im Orientierungsplan für Kindergärten in Baden-Württemberg fest verankert sei und alle Bildungs- und Entwicklungsfelder damit abgedeckt werden können. Die Kinder, das ganze Kita-Team und die Eltern profitieren, wenn sich die Einrichtung intensiv mit Essen und Trinken im Tagesablauf auseinandersetzt und dem Thema ein größeres Gewicht in der Bildungsarbeit verleiht. Darin waren sich beide Politiker einig. Sie ehrten die Katholische Kindertagesstätte „Arche“ in Aldingen (Kreis Tuttlingen) mit ihrem Team rund um Leiterin Regina Wonde mit einer Urkunde für die bereits zweite Rezertifizierung. Die Kita erhielt als erste in Baden-Württemberg das Zertifikat und setzt den Schwerpunkt Essen und Ernährungsbildung jetzt schon seit 10 Jahren im Alltag um.

Monika Radke, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, skizzierte kurz den Prozess bis zum BeKi-Zertifikats. Wichtigstes Ziel der Zertifizierung sei die Verankerung des Themenfeldes Essen/Verpflegung mit möglichst konkreten Angaben in der Konzeption. Sie lobte die vielfältigen, kreativen Ideen, mit denen die Kita-Teams den Kindern Lebensmittel nahebringen und gemeinsame Mahlzeiten erleben lässt. Das BeKi-Zertifikat eröffne bewusst individuelle Wege, um ausgewogenes und genussvolles Essen und Trinken in den Kitas zu verankern.
Wie sich Organisations- und Verwaltungsstrukturen auf die Essensqualität in Kitas auswirken, zeigte Kariane Höhn, Sozialpädagogin aus Tübingen. Sie identifizierte anhand vieler praktischer Beispiele Faktoren, die großen Einfluss auf den Bereich Essen und Trinken in der Kita haben. Für eine nachhaltige Qualitätssicherung sei eine Verpflegungskonzeption nötig, die sowohl von der Kommune als auch vom Träger umgesetzt werde,
Sina Fischer, Pädagogin (M.A.) am Staatsinstitut für Frühpädagogik in München, hob in ihrem Vortrag die Bedeutung des Bildungsfeldes Sprache bei den Mahlzeiten hervor. Ähnlich wie das freie Spiel oder die Pflege muss auch das Essen sprachanregend gestaltet werden, um den Wortschatz der Kinder zu erweitern und Freude am Sprechen zu vermitteln. Damit dies gelingen kann, sollten die Mahlzeiten in kleinen Gruppen eingenommen und von den pädagogischen Fachkräfte am Tisch begleitet werden.
Zwei Praxisbeispiele BeKi-zertifizierter Kitas rundeten die Veranstaltung ab und boten den Anwesenden wertvolle Hinweise für die eigene Arbeit. Regina Wonde, Leiterin der Katholischen Kindertagesstätte „Arche“ in Aldingen, und ihr Team stellten aus ihrer langjährigen Erfahrung viele praktische und kreative Beispiele, aber auch das immer wieder kritische Hinterfragen des eigenen Verhaltens vor. Wie wichtig das Zusammenspiel von Kita, BeKi-Referentin und Träger ist, machte der gemeinsame Beitrag von Silvie Schatz vom "Haus für Kinder (Scharnhauser Park)“ in Ostfildern, Birgitt Mack, BeKi-Referentin und Coach für Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg und Susanne Retter, Sachgebietsleiterin und Fachberaterin der Stadt Ostfildern deutlich. Durch die Zertifizierung von mehreren Kitas in Ostfildern konnten Synergien und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch für alle Mitarbeiter*innen geschaffen werden.

Als neues Angebot für die Öffentlichkeitsarbeit und die Vernetzung der BeKi-Kitas untereinander wurde bei der Jubiläumstagung die neue Standortkarte freigeschaltet.

Eine Kurzfassung der beiden Fachvorträge von Kariane Höhn und Sina Fischer finden Sie hier.

Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz




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